Tag 7 — Chiang Mai → Bangkok
Bangkok ist der hektische, fesselnde Herzschlag Thailands, eine Metropole, in der sich Glastürme in den Kanälen spiegeln und das Gold der Tempel neben den Nachtmärkten glänzt. Sein historischer Kern ist Rattanakosin, die in eine Flussschleife des Chao Phraya gehüllte Insel: Hier steht der Große Palast, ein gleißender königlicher Komplex, der den Wat Phra Kaew beherbergt, den Tempel des Smaragd-Buddha, das am meisten verehrte Bildnis des Landes. Wenige Schritte entfernt birgt der Wat Pho den kolossalen liegenden Buddha, sechsundvierzig Meter lang und mit Blattgold überzogen, sowie die älteste Schule der traditionellen Massage der Stadt. Am gegenüberliegenden Ufer erhebt sich der Wat Arun, der Tempel der Morgenröte, dessen schlanker Prang mit Porzellan verkleidet ist, das das Licht des Sonnenuntergangs einfängt. Fährt man den Chao Phraya per Boot hinauf, durchquert man eine amphibische Stadt voller Anlegestellen, schwimmender Märkte und Viertel wie Thonburi, wo die Kanäle die Geschichte des alten Bangkok erzählen. Im Norden bewahrt Dusit königliche Paläste und breite Alleen, während Chinatown entlang der Yaowarat Road ein Labyrinth aus Goldläden, Kräuterhändlern und Streetfood-Ständen ist, die nachts zu einer brodelnden Bühne der Aromen werden. Das moderne Gesicht der Hauptstadt pulsiert dagegen in Siam und Sukhumvit, zwischen futuristischen Malls, in den Himmel ragenden Rooftop-Bars und dem Treiben des Chatuchak-Marktes, wo Tausende von Ständen alles Erdenkliche verkaufen. Das Essen ist einer der großen Gründe, hierherzukommen: Pad Thai, Tom Yum, duftende Currys und Kokossüßigkeiten, genossen an Straßentischen oder in raffinierten Restaurants. Bangkok wird weniger besucht als vielmehr wie eine Welle geritten: chaotisch, großzügig, unvergesslich.