Tag 2 — Windhoek → Waterberg → Etosha National Park
Von Windhoek nach Waterberg sind es etwa 300 Kilometer, mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Von Windhoek aus durchquert man die Region Khomas Hochland, die durch eine bergige Topographie und üppige Vegetation gekennzeichnet ist. Man kann einen Zwischenstopp in Okahandja einlegen, einer Stadt, die für ihr lokales Handwerk bekannt ist, insbesondere für Holzwaren und Keramik. Anschließend führt die Straße durch den Waterberg Plateau Nationalpark, ein großes Schutzgebiet, das zahlreiche Arten von Wildtieren beherbergt. Der Waterberg Plateau Park ist ein gewaltiger Tafelberg aus rotem Sandstein, der in Zentralnamibia abrupt aus den umliegenden Ebenen aufragt, mit bis zu 200 Meter hohen senkrechten Steilwänden auf allen Seiten, und eine der dramatischsten Landschaften des Landes bietet. Das Plateau, über einen einzigen Pfad auf der Südseite zugänglich, ist ein vom Ministerium für Umwelt und Tourismus verwaltetes Wildreservat und Heimat von Breitmaul- und Spitzmaulnashörnern, Büffeln, Rappenantilopen, Pferdeantilopen und Leoparden – viele von ihnen im Rahmen eines Schutzprogramms für gefährdete Arten aus anderen namibischen Parks hierher übersiedelt. Der Waterberg ist auch ein bedeutender historischer Ort: in der Nähe fand 1904 die Schlacht am Waterberg statt, eine entscheidende Episode im Krieg zwischen den deutschen Kolonialtruppen und dem Herero-Volk. Das kleine Museum des Parks dokumentiert dieses schmerzhafte Kapitel der namibischen Geschichte. Geführte Wanderwege über das Plateau, durch eine vielfältige Flora und eine reiche Greifvogelgemeinschaft einschließlich Geier und Felsenadler, sind die Hauptaktivität. Rund 90 km östlich von Otjiwarongo gelegen, fügt sich der Waterberg leicht in Rundreisen in Richtung Etosha ein. Vor der eindrucksvollen Kulisse des Waterberg-Plateaus beginnt Ihre Reise nordwärts durch die weiten Savannenlandschaften Namibias. Die markanten roten Felswände begleiten Sie noch ein Stück, bevor die Landschaft in offene Ebenen, Buschland und weitläufige Farmgebiete übergeht. Ein lohnenswerter Zwischenstopp bietet sich in Otjiwarongo an, einer lebhaften Kleinstadt und guter Gelegenheit für eine kurze Pause. Weiter nördlich prägen Akazien, Mopane-Bäume und die endlosen Weiten Nordnamibias das Landschaftsbild. Mit jedem Kilometer steigt die Vorfreude auf das bevorstehende Safari-Erlebnis, und mit etwas Glück lassen sich bereits ausserhalb des Parks erste Wildtiere beobachten. Schliesslich erreichen Sie den Etosha Nationalpark, eines der bedeutendsten Wildschutzgebiete Afrikas, wo weite Salzpfannen, zahlreiche Wasserlöcher und eine beeindruckende Vielfalt an Tieren auf Sie warten. Nach erlebnisreichen Safari-Tagen im Etosha Nationalpark führt Ihre Reise westwärts durch die weiten Landschaften Nordnamibias in Richtung Damaraland. Offene Savannen, Mopane-Wälder und ausgedehnte Ebenen begleiten die ersten Kilometer, während sich mit etwas Glück noch Wildtiere entlang der Strecke beobachten lassen. Ein lohnenswerter Zwischenstopp bietet sich in Outjo an, einer kleinen, charmanten Stadt am Tor zum Kaokoveld. Je weiter Sie nach Westen reisen, desto eindrucksvoller verändert sich die Landschaft: Sanfte Hügel weichen zerklüfteten Bergzügen, trockenen Flussläufen und spektakulären Felsformationen. Besonders sehenswert sind die UNESCO-geschützten Felsgravuren von Twyfelfontein, die faszinierende Einblicke in die frühe Geschichte Namibias ermöglichen. Schliesslich erreichen Sie das Damaraland, eine der ursprünglichsten Regionen des Landes, bekannt für ihre dramatischen Landschaften, seltenen Wüstenelefanten und ihre einzigartige Weite.